Das Wichtigste in Kürze
- Methode: Krüger-Reihen in der Form von Karney (2011) auf dem WGS84-Ellipsoid, direkt in der Seite gerechnet; an 300 zufälligen Punkten weltweit mit PROJ verglichen, in beide Richtungen besser als ein Millimeter.
- Läuft in Ihrem Browser: Was Sie anklicken, zeichnen oder öffnen, wird nicht hochgeladen.
- Daten und Bibliotheken: OpenFreeMap, MapLibre GL JS, Proj4js, EPSG Geodetic Parameter Dataset (via epsg.io and epsg-index).
- Kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Installation.
UTM-Koordinaten stehen auf Lageplänen und Vermessungsunterlagen, in Geoportalen der Länder, in Drohnen-Logs, auf Wanderkarten mit Gitter und in fast jedem GIS – in Deutschland meist in Zone 32 oder 33. Um so einen Punkt in einer normalen Karten-App zu öffnen oder per Handy weiterzugeben, brauchen Sie Breite und Länge. Fügen Sie einen Punkt pro Zeile ein – Zone, dann Ostwert und Nordwert in Metern –, und jede Zeile erscheint als Dezimalgrad, Grad- Minuten-Sekunden, Grad mit Dezimalminuten und MGRS, mit dem Punkt auf der Karte und seiner Zone hinterlegt. Die Seite liest UTM so, wie es tatsächlich geschrieben wird: 32U 356559 5645280 mit Bandbuchstabe, 32N oder 33 south mit Halbkugel, Bezeichnungen wie E und N oder mE und mN, Tausendertrennzeichen und ein Komma zwischen den beiden Zahlen. Eine Zeile ohne Zone wird in der Zone gelesen, die Sie auswählen; so funktioniert auch eine Tabellenspalte mit reinen Ost- und Nordwerten, etwa aus Excel. In der anderen Richtung erhalten Sie zu jeder Breite und Länge die Zone, den EPSG-Code für QGIS oder ArcGIS, Ost- und Nordwert sowie den Maßstabsfaktor – in der Zone, in der der Punkt liegt, oder in einer festen Zone für das ganze Projekt.
So funktioniert es
- Fügen Sie UTM-Koordinaten ein, einen Punkt pro Zeile, z. B. 32U 356559 5645280, oder öffnen Sie eine CSV-Datei mit einer Zonenspalte.
- Lesen Sie Breite und Länge in Dezimalgrad und Grad-Minuten-Sekunden unter jeder Zeile ab und beachten Sie Hinweise zu Zone oder Band.
- Für eine Liste ohne Zonen wählen Sie die Zone unter „UTM-Zone“; für die Gegenrichtung wählen Sie „Breite/Länge → UTM“.
- Kopieren Sie einzelne Werte oder den Link zum Teilen, oder laden Sie alle Zeilen als CSV herunter.
Wie genau ist das?
Wie genau die Umrechnung ist
UTM ist eine transversale Mercator-Projektion des WGS84-Ellipsoids mit dem Maßstab 0,9996 auf dem Mittelmeridian, einem Ostwert-Zuschlag von 500.000 m und südlich des Äquators einem Nordwert-Zuschlag von 10.000.000 m. Die Seite rechnet mit den Krüger-Reihen in der Form, die Karney 2011 veröffentlicht hat – dem Verfahren, das auch PROJ verwendet. An 300 zufälligen Punkten zwischen 79° S und 83° N stimmen die Positionen in beide Richtungen auf unter einen Millimeter mit PROJ überein, und hin und zurück ergibt wieder Breite und Länge auf sieben Nachkommastellen. Angezeigt werden Zentimeter und sechs Nachkommastellen eines Grads, etwa 11 cm.
Das Datum gehört zur Koordinate
Diese Seite liest und schreibt UTM auf WGS84 (EPSG:32601–32660 Nord, 32701–32760 Süd). Die amtlichen UTM- Koordinaten in Deutschland beziehen sich auf ETRS89 (EPSG:25832 und 25833) – gleiche Zonen und Formeln, aber ein an der Eurasischen Platte festgemachtes Datum, sodass dieselben Zahlen 2026 bis etwa einen Meter auseinanderliegen. Für Karten, GPS und die meiste GIS-Arbeit spielt das keine Rolle. Alte Systeme wie Gauß-Krüger (DHDN) oder ED50 weichen dagegen um 100 bis 200 m ab; dafür gibt es eigene Umrechner auf GeoDrafter.
Gut zu wissen
Bandbuchstabe oder Halbkugel?
Hinter der Zonennummer schreiben GPS-Geräte und MGRS einen Breitenband-Buchstaben von C bis X, EPSG-Namen und viele Programme dagegen N oder S für die Halbkugel. Beim S kollidiert das: Band S reicht von 32° bis 40° N, „S“ kann aber auch Süd heißen. Die Seite entscheidet anhand des Nordwerts – 54S in Tokio ist das Band, 56S bei Sydney ist Süd – und sagt, welche Lesart sie genommen hat. Schreiben Sie im Zweifel „north“ oder „south“ aus.
Erst Ostwert, dann Nordwert
Der Ostwert ist der Abstand von einer Linie 500 km westlich des Mittelmeridians der Zone und liegt etwa zwischen 160.000 und 840.000 m; der Nordwert ist der Abstand vom Äquator und hat sechs oder sieben Stellen. Steht deutlich der Nordwert vorne, dreht die Seite die Werte um und sagt es. Landet ein Punkt weit daneben, ist meist die Zone falsch: Dieselben Zahlen liegen in Zone 32 und 33 rund 400 km auseinander.
Punkte außerhalb ihrer Zone
Projekte über eine Zonengrenze hinweg bleiben oft in einer Zone, etwa Bayern oder Berlin-Brandenburg- Datensätze in Zone 32 oder 33. Solche Koordinaten sind gültig, aber der Maßstabsfehler wächst schnell: München in Zone 33 hat einen Faktor von 1,0004, also 40 cm pro Kilometer. Die Seite zeigt den Maßstabsfaktor und weist darauf hin, wenn ein Punkt außerhalb der Zone liegt, in der er geschrieben ist.
Häufige Fragen
Wie rechne ich UTM in Breite und Länge um?
Geben Sie Zone, Ostwert und Nordwert in eine Zeile ein, z. B. 32U 356559 5645280, und lesen Sie darunter 50.941280, 6.958283 ab – den Kölner Dom. Für viele Punkte fügen Sie einen pro Zeile ein oder öffnen eine CSV-Datei und laden das Ergebnis als CSV herunter.
Wie rechne ich GPS-Koordinaten in UTM um?
Wählen Sie „Breite/Länge → UTM“ und fügen Sie die Koordinaten ein, z. B. 52.516275, 13.377704 für das Brandenburger Tor. Ergebnis: 33U 389918 5819699 – Zone 33 Nord, Band U, EPSG:32633, Ostwert 389.918 m, Nordwert 5.819.699 m. Unter „UTM-Zone“ können Sie alle Punkte in eine feste Zone rechnen, z. B. 32N.
Meine UTM-Koordinaten haben keine Zone. Was tun?
Wählen Sie die Zone unter „UTM-Zone“; dann wird jede Zeile ohne Zone darin gelesen. In Deutschland ist es westlich von 12° Ost meist Zone 32, östlich davon 33 – Metadaten oder Legende des Plans sagen es genau. Eine falsche Zone verschiebt die Punkte um Hunderte Kilometer, was auf der Karte sofort auffällt.
Was bedeuten die Buchstaben hinter der Zonennummer?
Ein Buchstabe von C bis X ist das 8° hohe Breitenband, etwa 32U für den größten Teil Deutschlands oder 32T für den Süden Bayerns; N bis X liegen nördlich des Äquators. Ein einzelnes N oder S meint dagegen oft die Halbkugel, wie im EPSG-Namen WGS 84 / UTM zone 32N. Beides wird gelesen, und beim S sagt die Seite, welche Bedeutung sie verwendet hat.
Warum weichen meine Koordinaten um etwa einen Meter von einem anderen Programm ab?
Meist wegen des Datums: Das andere Programm rechnet in ETRS89 (amtliches UTM in Deutschland), das 2026 rund einen Meter von WGS84 abweicht. Sind es 100 m oder mehr, stammen die Daten vermutlich aus einem alten Datum wie DHDN (Gauß-Krüger) oder ED50; nutzen Sie dann den Koordinatenumrechner mit dem passenden EPSG-Code.
Stimmt etwas nicht oder fehlt etwas? Schreiben Sie an [email protected], dann wird es behoben.